Adam Elias von Siebold

Adam Elias von SieboldAdam Elias von Siebold wurde am 5.März 1775 in Würzburg geboren und starb am 12. Juni 1828 in Berlin. Er ist der jüngste Sohn von Carl Caspar v. Siebold (1736-1807) und Veronica geb. Stang (1744-1793).

Frühzeitig hatte er eine besondere Liebe zur Geburtshilfe gefasst. Er studierte zunächst bei seinem Vater in Würzburg, dann bei Professor Stark in Jena, F.B. Osiander in Göttingen und später, als er selber schon schon Dozent in Würzburg war, nocheinmal bei Johann Lukas Boër in Wien. Er lernte dadurch die wichtigsten Mediziner seiner Zeit kennen.
Seine Promotion absolvierte er in Würzburg. Er wurde 1798 Stadt- und Landeshebammenmeister, Leiter des „Gebärhauses“ und der Hebammenausbildung. 1802 wurde unter seiner Leitung mit dem Bau der ersten Würzburger Entbindungsklinik begonnen. 1804 gründete er die medizinische Fachzeitschrift „Lucina“ und eröffnete ein Jahr später die dann endlich fertig gebauten „Gebär- und Entbindungsanstalten“ in Würzburg.

In einer Anmerkung zu dem Verzeichnis der Vorlesungen der Medizin, Chirurgie und Entbindungskunde an der Universität Würzburg für das Wintersemester 1806-7 sagte er, dass man im Ausland das Gerücht ausgestreut habe, dass „unter dem Kurfürsten Ferdinand die Würzburger Universität eingehen“ werde; der Kurfürst sei „aber der Universität sehr gnädig gesinnt und dieselbe“ habe auch noch 420 Studenten, darunter gegen 100 Mediziner. Speziell habe aber „die medizinische Fakultät die vortrefflichsten Anstalten und in der Entbindungsanstalt“ habe er „eine Privatsammlung von Becken, Präparaten, Instrumenten, Zeichnungen und Stichen und eine hinlängliche Menge von Schwangeren und Gebärenden“ (zum Üben).

Mit großem Eifer wirkte Adam Elias von Siebold als Lehrer und das Aufblühen der Medizinischen Fakultät ist ihm zum großen Teil zu danken. 1816 wurde er nach Berlin berufen und eröffnete dort 1817 die neue Universitätsfrauenklinik der Carite, mit welcher er eine Poliklinik verband.

Zitat: „Stille und Ruhe, Zeit und Geduld, Achtung der Natur und dem gebärenden Weibe, und der Kunst Achtung, wenn ihre Hilfe die Natur gebietet.