Nachdem die Schülerinnen und Schüler im letzten Schuljahr im Norden Italiens waren, ging es dieses Mal in den Süden. Ähnlich wie in Deutschland gibt es große Unterschiede zwischen dem Süden und dem Norden des Landes und so war der Aufenthalt für unsere Gruppe wieder eine ganz neue Erfahrung.
Um nach Palermo zu gelangen, mussten wir zwei kurze Flugreisen auf uns nehmen. Für einige der Italienischschüler war es das erste Mal in ihrem Leben. Der Anflug auf den Zielflughafen war faszinierend, denn unter den Tragflächen des Flugzeugs glitzerte das Meer bei Nacht. Kurz darauf erreichten wir unser Ziel. Der Empfang am Flughafen war sehr herzlich. Im Besucherbereich wurden wir schon sehnsüchtig mit einem großen Willkommensplakat erwartet. Die Schülerinnen und Schüler des Liceo Linguistico Ninni Cassarà mussten leider etwas länger am Flughafen warten, da unser letzter Flug mit leichter Verspätung ankam, aber das schien keine Rolle zu spielen. Umso herzlicher wurden wir bei unserer Ankunft empfangen.
In den folgenden Tagen lernten wir Palermo und seine Umgebung näher kennen. Wir spazierten durch die Innenstadt und besichtigten alle wichtigen Sehenswürdigkeiten: z.B. die Cappella Palatina, das Teatro Massimo und den Parco Piersanti Mattarella, einen wunderschönen Stadtpark mit uralten Magnolienbäumen und plätschernden Brunnen, in denen große Schildkröten schwammen. Am vorletzten Tag besuchten wir sogar den legendären Straßenmarkt von Ballarò, wo die Schülerinnen und Schüler mit Begeisterung frische Erdbeeren aßen und Käse für die Carbonara zu Hause kauften.
Unser Besuch führte uns auch nach Monreale, auf den Monte Pellegrino zur Wallfahrtskirche der Heiligen Rosalia, nach Taorima und auf den Vulkan Ätna. Besonders die Kraterlandschaft des Ätna und der weite Blick dank des guten Wetters waren für unsere Gruppe beeindruckend.
Die Woche in Palermo verging wie im Flug. Freundschaften wurden geschlossen und die ersten Sonnenstrahlen am Strand von Mondello verzauberten unsere Schülerinnen und Schüler. Der Abschied am Flughafen fiel schwer. Die italienischen Gastmütter und -väter umarmten ihre Gastsöhne und -töchter noch einmal herzlich zum Abschied. Viele schöne Fotos und Erinnerungen wurden gemacht.
Doch damit war der Austausch noch nicht zu Ende. Knapp zwei Wochen später ging es in Deutschland weiter. Mit den Sizilianern kam auch die Sonne und wir hatten während ihres Aufenthaltes fast durchgehend bestes Wetter. Unsere italienischen Gäste besuchten kurz den Unterricht am Siebold und starteten dann in eine ereignisreiche Woche, in der sie Würzburg besser kennenlernten, nach Nürnberg und Bamberg fuhren und am Wochenende viele schöne Ausflüge mit ihren Gastfamilien unternahmen.
Viel zu schnell kam der nächste Abschied und diesmal fiel er sehr schwer. Für viele der Austauschteilnehmer war es aber nur ein „Arrivederci“, zu Deutsch „Bis zum Wiedersehen“, denn viele haben schon den nächsten Besuch in Palermo oder Würzburg geplant.
Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen am Austausch Beteiligten und freuen uns schon auf das nächste Jahr! Alla prossima!
Nadine Alban





