Schule mit Tradition

Schulchronik

Unsere Schule ist nach einer Familie benannt, deren berühmte Mitglieder im 18. und 19. Jahrhundert in Würzburg lebten. Die „Siebolds“ waren bekannte Ärzte und Naturforscher. Einer von ihnen, Philipp Franz von Siebold (1796-1866), gilt als der wissenschaftliche Entdecker Japans.
Hier die wichtigen Entwicklungsschritte unserer Schule:

  • 8.10.1864 Eröffnung als „Königliches Realgymnasium“ im Gebäude der ehemaligen Maxschule in der Maxstraße (dort wo heute das ehemalige Mozartgymnasium steht). Johann Baptist Bayer leitete als erster Rektor die Schule von 1864 bis 1878.
    Schwerpunkte der Ausbildungwaren eben die „Realien“ d.h. die Naturwissenschaften aber insbesondere auch Latein und die modernen Fremdsprachen.
  • Ab 1895 hat unsere Schule einen eigenen Fußballverein: der „Fußballclub Realgymnasium Würzburg“ soll sogar der erste reine Fußballverein Bayerns sein!
  • Seit 1902 werden an unserer Schule junge Lehrer im „Studienseminar“ ausgebildet.
  • Im Jahr 1907 bezieht die Schule das Gebäude am Rennweger Ring. Der Architekt Franz Rank schuf eine mit Giebeln und Turm versehene „Schulburg“.

  • Im ersten Weltkrieg 1914-18 fallen sechzehn Schüler und zwei Lehrer.
  • Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933, werden die jüdischen Schüler (1921: 10%) bis 1938 von der Schule verwiesen.
  • 1939 wird unsere Schule in „Oberschule am Gardistenplatz“ umbenannt.
  • Im zweiten Weltkrieg 1939-1945 finden zweihundertneununddreißig Schüler und zwei Lehrer den Tod in Luftangriffen, Gefangenschaft, Konzentrationslagern oder an der Front.
  • 16.3.1945 brennt das Schulhaus wie große Teile der Stadt nach einem Bombenangriff der Royal Airforce bis auf wenige Räume aus. (Der Turm stand noch obwohl das Dach zerstört war.)
  • 1946 wird der Schulbetrieb in den Räumen der Mozart-Schule in der Annastraße (heute Mädchenrealschule der Englischen Fräulein) wiederaufgenommen.
  • Nach und nach zieht die Schule 1948-1950 ins wiederaufgebaute Schulhaus am Rennweger Ring ein.

  • Am 18.3.1961 wurde unsere Schule in „Siebold-Gymnasium Würzburg“ umbenannt. Damit wird nicht nur Phillip Franz von Siebold und die Würzburger Naturforscher- und Ärztefamilie Siebold geehrt. Mit dem Namen ist auch die Verpflichtung verbunden, den Bildungsauftrag umzusetzen, den Leben und Werk Philipp Franz von Siebolds so hervorragend verkörpern: das Drängen auf wissenschaftliche Erkenntnis, die vorurteilsfreie Begegnung mit fremden Kulturen und die intensive Beschäftigung mit den Fremdsprachen als unverzichtbare Basis moderner Welterfahrung.
  • 1968-1976 leitet OStD Friedrich Lindner das Siebold-Gymnasium.
  • Ab 1973 dürfen Mädchen wieder unser Gymnasium besuchen. Gleichzeitig darf man als erste Framdsprache neben Latein auch Englisch wählen.
  • 1976-1984 ist Dr. Otto Schönberger Schulleiter.
  • 1977-1979 wird das Schulhaus umgestaltet (der alte „Neubau“) und der Sportplatz neu gestaltet.
  • Seit 1982 gibt es an unserer Schule den Unterricht in F1 d.h. man kann jetzt Französisch als erste Fremdsprache lernen.
  • In den Jahren 1984-1995 ist OStD Heribert Lange Direktor der Schule.
  • Vom 01.08.1995 bis 31.07.2006 bekleidet OStD Hartmut Dieckhoff dieses Amt.
  • Seit 01.08.2006 ist OStD Hermann Rapps Schulleiter.