Ach du Schrecke!

Die meisten Schüler werden es schon bemerkt haben: Das Siebold Gymnasium hat Haustiere bekommen. Sechsbeinige, mit Fühlern und Chitinpanzern ausgestattete Haustiere. Aber natürlich nicht einfach irgendwelche! Die Bewohner der Schaukästen im ersten Stock tragen nicht nur besonders schöne Namen wie Eurycantha calcarata oder Hierodula membranacea, sondern besitzen auch zahlreiche faszinierende Eigenschaften.

Die wohl bemerkenswerteste und auffälligste davon ist, dass sie… nun ja, so unauffällig sind. Nicht ohne Grund läuft die Ausstellung des W-Seminars Biologie 2011/2012 unter dem Motto „Insekten – Schau genau!“, denn die neuen Schulhausbewohner sind Meister der Tarnung. Jedenfalls sieht man nun des Öfteren Schüler jeglicher Jahrgangsstufe mit zusammengekniffenen Augen vor den Terrarien stehen, auf der Suche nach den Wandelnden Blättern, Stabschrecken und Dorngespenstschrecken. Kleiner Tipp: Um bei diesem Suchspiel erfolgreich zu sein, muss man nur eine einfache Regel beherzigen – nicht jeder Ast ist wirklich ein Ast und nicht jedes Blatt ist wirklich ein Blatt.

Doch auch für actionliebende Besucher der Insektenschau gibt es genug zu sehen: Hier lohnt es sich, die Terrarien der Riesengottesanbeterinnen näher in Augenschein zu nehmen und wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist hat sogar die Möglichkeit die „Raubtierfütterung“ hautnah mitzuerleben.

Damit jeder insekteninteressierte, tierliebe oder einfach nur neugierige Besucher die Möglichkeit hat, mehr über die neuen Haustiere zu erfahren, haben die Seminarteilnehmer Plakate mit Informationen über alle nun im Siebold heimischen Insektenarten und -gruppen gestaltet.

Besonderer Dank für diese gleichsam unterhaltsame wie lehrreiche Ausstellung gebührt…
… Herrn Dr. Porsch, dem Leiter des W-Seminars Biologie, der das Projekt initiiert hat
… Herrn Nagel für unverzichtbare Unterstützung durch Sachkenntnis
… Herrn D’Isernia, der sich um die technische Ausstattung gekümmert hat
… und nicht zuletzt dem W-Seminar, das die Schaukästen liebevoll gestaltet hat, deren Bewohner versorgt und wohl auch noch das ein oder andere Projekt durchführen wird…

Man darf gespannt sein, was das wohl sein wird.

Johanna Falkenberg, Q11